oops...

Tanja Neuburger
Autor:
Tanja Neuburger

Prof. Dr. Christoph Bamberger, Internist, Präventivmediziner und Endokrinologe (Hormonexperte), spricht über den Stellenwert von Nahrungsergänzung und hochwertigen Vitaminpräparaten aus medizinischer Sicht und im Besonderen über deren vielversprechenden Einsatz in der Gesundheitsprävention. Das Interview wurde von Tanja Neuburger (Journalistin) geführt.

Prof Bamberger, Sie sind Internist und Endokrinologe (Hormonspezialist). Wie kamen Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit dem Thema Nahrungs­ergänzung näher und was war der Auslöser zur Herstellung einer eigenen Produktlinie?

Im Jahr 2003 habe ich einen Ruf auf die deutschlandweit erste Professur für Endokrinologie und Stoffwechsel des Alterns erhalten und angenommen. Im Rahmen dieser Professur habe ich auch eine Spezialsprechstunde für Menschen angeboten, die sich für die Themen Prävention und Anti-Aging interessierten. Da ging es naturgemäß auch viel um Hormone bzw. um die allgemeine Hormonskepsis. Und somit auch um die Frage, was man denn stattdessen einnehmen könnte, um den Alterungsprozess zu verlangsamen bzw. günstig zu beeinflussen. In dieser Phase habe ich mich viel mit pflanzlichen Östrogenen beschäftigt, die ja auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Hier sah ich bereits damals erheblichen Verbesserungsbedarf, was die richtige Mischung und die Dosierung der jeweiligen Pflanzenextrakte betrifft.

Aus der oben genannten Spezialprofessur und -sprechstunde heraus wurde dann das Medizinische PräventionsCentrum Hamburg gegründet, welches heute Conradia Medical Prevention Hamburg heißt. Hier ging und geht es nicht mehr nur um Hormone, sondern um einen ganzheitlichen Ansatz für Gesundheit, Attraktivität und Lebensfreude jenseits der 40. Basis für meine ärztlichen Beratungsleistungen dort ist ein gründlicher körperlicher Check-up inkl. eines umfangreichen Hormon- und Vitaminstatus. Und an diesem Punkt kamen von Anfang an verstärkt Nahrungsergänzungsmittel ins Spiel. Viele Menschen wollen etwas Gutes für sich tun, erreichen das über ihren Lebensstil allein aber nicht, möchten jedoch auch noch keine echten Medikamente einnehmen. In dieser Situation können hochwertige Nahrungsergänzungsmittel einen wichtigen Beitrag leisten. Zu Beginn war mein Problem, dass häufig nicht das Richtige für meine Patienten dabei war. Trotz eines quasi überquellenden Marktes gab es die für meine Patienten die richtige Mischung mit der richtigen Dosierung und der optimalen Qualität nicht. Also habe ich Humanicon – Prof. Bamberger Nutrition gegründet und diese Mischungen selbst entwickelt.

Es gibt aber noch ein anderes, vielleicht etwas egoistischeres Motiv: auch für meine Familie und für mich selbst wollte ich die optimalen Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung haben. Mikronährstoffmischungen, bei denen ich mich auf Qualität und Zusammensetzung hundertprozentig verlassen kann. Und auch diesbezüglich dachte ich: am besten selber machen.

Wo sehen Sie die Verbindung zwischen Nahrungs­­ergänzungs­­mittel und Medizin, bzw. welche Rolle spielen Nahrungs­ergänzungs­mittel in der Medizin aus Ihrer Sicht?

Nahrungsergänzungsmittel sind ein wichtiger Baustein einer präventiv ausgerichteten Medizin. Wer sich optimal ernährt, braucht sie seltener, wobei das für einzelne Vitamine nicht gilt, z.B. Vitamin D bei Menschen, die sich vor allem in Innenräumen aufhalten, oder Vitamin B12 bei den insgesamt ja sehr gesundheitsbewussten Veganern.

Der wichtigere Punkt ist jedoch, dass es den meisten Menschen eben nicht gelingt, sich optimal zu ernähren. Selten habe ich Menschen getroffen, die tatsächlich jeden Tag 5 Portionen Obst und Gemüse zu sich nehmen plus 2x die Woche Fisch essen plus ihren Fleischkonsum auf maximal 2x pro Woche begrenzen. Es gibt diese Menschen, doch sie sind die absolute Ausnahme.

Dieser Realität müssen wir ins Auge schauen. Wir haben es mit realen Menschen zu tun, mit Menschen, die rauchen oder Alkohol trinken, die zu viel Stress haben oder es nicht schaffen, sich ausreichend zu bewegen oder gesund zu ernähren. Natürlich müssen wir auf eine bessere Kontrolle dieser Faktoren hinwirken, aber zu 100 % wird uns das selten gelingen.

Nahrungsergänzungsmittel können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, diese Lücke zu füllen.

Welchen Stellenwert haben Nahrungs­ergänzungs­mittel in unserer Zeit?

Sie werden immer wichtiger. Menschen erfahren von gesundheitsfördernden Pflanzenstoffen wie Curcumin aus Curry oder Resveratrol aus Rotwein, um nur zwei Beispiele zu nennen. Sie möchten diese Stoffe zu sich nehmen ohne täglich Curry zu verwenden oder Alkohol zu trinken. Nahrungsergänzungsmittel bieten eine gute Möglichkeit, dieses Problem zu umgehen.

An dieser Stelle kommt natürlich auch die Qualität ins Spiel. Die Wertigkeit der Inhaltsstoffe, ihre Bioverfügbarkeit und ihr Reinheitsgrad sind die Kriterien, an denen sich moderne Nahrungsergänzungsmittel messen lassen müssen. Diese Kriterien sind bei vielen Präparaten im Markt nicht erfüllt, was wiederum entscheidend dazu beigeträgt, dass sich bei vielen eine gewisse Skepsis gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln eingestellt hat.

Hinzu kommt die Dosierung: „viel hilft viel“ ist bei Nahrungsergänzungsmitteln fehl am Platze, sie sollen doch ein natürlicher Bestandteil der Ernährung sein. Das ist jedenfalls unser Credo bei Humanicon – Prof. Bamberger Nutrition.

Für wen sind Nahrungs­ergänzungs­mittel besonders wichtig (Frauen, Männer, Kinder, Sportler, Kranke, jeden)?

Es wäre leicht zu sagen: für jeden. Wenn man noch ein „fast“ hinzufügt, stimmt es sogar. Wir messen z.B. bei allen unseren Patienten und Check-up-Teilnehmern den Vitamin D-Spiegel. Bei Menschen, die kein Vitamin D-Präparat einnehmen, liegt der Spiegel fast ausnahmslos unterhalb der empfohlenen 30 ng/ml. Wir empfehlen daher, einen Labortest durchzuführen, bevor man mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln beginnt. Auf diese Weise kann gezielter ersetzt werden, was einem fehlt.

Hinzu kommen in der Tat spezielle Belastungs- oder Mangelsituationen, in denen die vorübergehende oder langfristige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein kann. So erfordern bestimmte Ernährungsweisen, z.B. die erwähnte vegane Ernährung, ganz häufig die Substitution von Vitaminen und Spurenelementen wie Vitamin B12 und Eisen. Wer gar keinen Fisch mag, sollte hochreine Omega-3-Fettsäuren einnehmen. Bestimmte Schilddrüsenerkrankungen profitieren von einer Selen-Einnahme, andere von einer Jodsubstitution. In der Schwangerschaft ist die Folsäure essentiell. Frauen in den Wechseljahren können von pflanzlichen Hormonen profitieren, Menschen mit Darmbeschwerden von Laktobakterien, bei leichten Gelenkbeschwerden sehen wir gute Ergebnisse mit Knorpelgrundsubstanzen, Curcumin und Weihrauch.

Die Liste ist natürlich noch viel länger. Wer sich unsicher ist, ob er ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel braucht oder nicht, sollte das auch mit seinem Arzt besprechen.

Und wie wichtig sind Nahrungs­ergänzungs­mittel für uns in unser alltägliches Leben, das geprägt ist von Stress, Hektik und Leistungsdruck?

Gut, dass sie das ansprechen, denn auch da können Nahrungsergänzungsmittel Einiges bewirken. Die entspannende Wirkung von Magnesium ist ja schon lange bekannt. Aber auch Pflanzenextrakte mit beruhigender Wirkung spielen zunehmend eine wichtige Rolle im Umgang mit Stress. Eines der sensibelsten Merkmale für Stress sind Schlafstörungen. Es gibt fast keinen Menschen, der von sich behauptet, massiv unter Stress zu stehen und gleichzeitig gut zu schlafen. Das ist dann leider ein Teufelskreis, da Schlafmangel den Pegel des Stresshormons Cortisol erhöht, welches einen wiederum noch schlechter schlafen lässt. Wir haben daher ein Präparat entwickelt, das Magnesium, B-Vitamine, Aminosäuren und das Extrakt aus der Montmorency-Kirsche enthält, um dem Problem sanft aber nachhaltig zu begegnen.

An dieser Stelle vielleicht noch ein Hinweis zu Nahrungsergänzungsmittel allgemein: Ich werde da ja viel nach den Wirkungen bestimmter Inhaltsstoffe gefragt. Dabei wird vielfach angenommen, dass man sich Nahrungsergänzungsmittel ähnlich wie Medikamente vorstellen muss und entsprechend eine sofortige Wirkung erwarten kann, quasi wie auf Knopfdruck. Das ist bei Nahrungsergänzungsmitteln aber etwas anders. Deren Effekt baut sich allmählich durch die längerfristige Einnahme auf, und nach einem Monat sagt man dann: ich schlafe tatsächlich besser, oder: mein Hautbild hat ich wirklich verbessert, oder: meine Gelenkprobleme haben eindeutig etwas nachgelassen.

Welchen Platz nehmen Nahrungs­ergänzungs­mittel in Bezug auf Prävention ein?

Die Wirksamkeit einzelner präventiver Maßnahmen ist äußerst schwer zu untersuchen. Im Prinzip müsste man die Menschen dafür ja über Jahrzehnte begleiten und beobachten, um herauszufinden, ob eine bestimmte Verhaltensweise oder in diesem Falle ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel Krankheiten auf Dauer verhindert oder sogar das Leben verlängert. Insofern müssen wir uns hier eher auf den gesunden Menschenverstand verlassen. Wenn wir zum Beispiel wissen, dass sog. freie Sauerstoffradikale den Alterungsprozess beschleunigen, und wenn weiterhin belegt ist, dass die Zufuhr von Antioxidantien („Radikalfängern“) in Form von Obst und Gemüse diesem Prozess entgegenwirkt, dann können wir auch annehmen, dass sich schonend hergestellte Extrakte aus Obst und Gemüse positiv auswirken. Womit wir bei einem anderen wichtigen Punkt sind, einem zentralen Bestandteil der Humanicon-Philosophie sogar: wo immer es geht, Extrakt-basierte Inhaltsstoffe zu verwenden, um möglichst nahe an der Natur zu bleiben. Dann können wir davon ausgehen, mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln unserem Körper auch objektiv etwas Gutes zu tun.

Wo sehen Sie die Zukunft der Nahrungs­ergänzungs­mittel im Allgemeinen?

Ganz zentral ist das Thema „Qualität“. Die Zahl der Anbieter wächst täglich, die Übersichtlichkeit nimmt entsprechend ab. Da Qualitätskriterien fehlen, richten sich viele Kunden ganz einfach nach dem Preis. Zurzeit müssen Nahrungsergänzungsmittel lediglich beim Bundesamt für Verbraucherschutz angemeldet werden. Eine Prüfung oder Zulassung erfolgt nicht. Da ist m.E. der Gesetzgeber gefragt. Bis dahin sollte man sich als Kunde fragen: Wo werden die Nahrungsergänzungsmittel hergestellt? Wie wird ausgeschlossen, dass die Nahrungsergänzungsmittel wirklich rein und nicht schadstoffbelastet sind? Wir bei Humanicon arbeiten hier sehr eng mit unserem Partner in Mattsee (Salzburger Land) zusammen, der GMP-zertifiziert ist und entsprechend strengste Auflagen bei der Produktion der Kapseln befolgen muss -und zudem über die modernsten Analyseverfahren zum Nachweis von Schadstoffen wie z.B. Schwermetallen verfügt.

Wir lernen immer mehr darüber, warum bestimmte Ernährungsformen ganz besonders gesund sind, beispielhaft seien hier die traditionelle mediterrane oder asiatische Ernährungsweise genannt. Dieses wird zunehmend auch in die Konzeption von Nahrungsergänzungsmitteln einfließen. Humanicon – Prof. Bamberger Nutrition hat diese Idee von Anfang an umgesetzt, denken Sie nur an unser Präparat „humanicon Q10 beauty“ mit Resveratrol und Quercetin aus Trauben, oder an „humanicon immun balance“ mit Curcuma und Ingwer.

Bei Einzelsubstanzen sind wir etwas zurückhaltender, selbst wenn man sich bestimmten „Hypes“ da nicht entziehen zu können scheint. Wir warten da jedoch immer erst ab, bis eine ausreichende Studienlage und somit eine wissenschaftliche Grundlage besteht. Aktuell reden zum Beispiel alle von Spermidin und seiner Bedeutung für die Autophagie (Beseitigung beschädigter oder infizierter Zellen). Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Humanicon ein Spermidin-Präparat auf den Markt bringen wird, aber erst dann, wenn ich die wissenschaftlichen Belege für ausreichend halte. Keinen Tag früher, aber auch keinen Tag später.

Auch die Individualisierung von Nahrungsergänzungsmitteln wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Humanicon bietet das heute schon an. Wer möchte, kann sich auf der Basis eines ausführlichen Fragebogens und seines individuellen Laborprofils sein ganz persönliches Nahrungsergänzungsmittel zusammenstellen lassen – mit Aufdruck des eigenen Namens auf der Packung.

Und wo die Stellung der Humanicon / Prof. Bamberger Präparate im Speziellen – heute und in der Zukunft?

Als unser Präventionszentrum 2006 seinen Betrieb aufgenommen hat, wurden wir und das Konzept der Prävention insgesamt noch recht skeptisch betrachtet, auch von vielen Kollegen. Inzwischen sind wir zu wichtigen Meinungsbildnern auf dem Gebiet der längst nicht mehr infrage gestellten präventiven Medizin geworden und wurden kürzlich im Rahmen einer vom Handelsblatt in Auftrag gegebenen unabhängigen Analyse zum besten Check-up-Zentrum Deutschlands gewählt.

In einer ähnlichen Vorreiterrolle sehe ich uns auch bei Humanicon. Neue Entwicklungen nehmen wir auf und setzen sie nach kritischer wissenschaftlicher Analyse um. Unsere Qualitätsmaßstäbe entwickeln wir beständig weiter. Wir sehen uns aber auch selbst als Motor für neue Entwicklungen. Kürzlich haben wir ein ganz neues Präparatprinzip entwickelt und zum Patent eingereicht. Darüber kann ich an dieser Stelle noch nicht mehr sagen – aber in Kürze werden Sie diesbezüglich von uns hören.